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Wandern

Wandern rund um Wiggensbach

Der Bayerisch-Schwäbische Jakobusweg

Die malerische Oberallgäuer Gemeinde Wiggensbach liegt direkt am Bayerisch-Schwäbischen Jakobusweg, einem 309 Kilometer langen Fernwanderweg durch Süddeutschland, der zum Wegenetz des Jakobsweges gehört. Um in diesen reizvollen Fernwanderweg hineinzuschnuppern, bietet sich die Etappe von Wiggensbach nach Buchenberg an, die durch eine Traumlandschaft führt und schöne Kirchenimpressionen bereithält.

Als Jakobsweg werden mehrere Pilgerwege durch Europa bezeichnet, die als Endziel das Grab des Apostels Jakobus im spanischen Santiago de Compostela haben. Ein Abschnitt des Jakobsweges ist der 309 Kilometer lange Bayerisch-Schwäbische Jakobusweg, der von Oettingen, vorbei am Nördlinger Ries, über den Wallfahrtsort Wemding nach Harburg und im Anschluss über Donauwörth nach Augsburg führt. Hier trennt sich der Weg in zwei unterschiedliche Varianten, die sich in Bad Grönenbach wieder vereinigen. Über Wiggensbach und Buchenberg verläuft der Fernwanderweg schließlich nach Lindau am Bodensee zur Jakobskapelle in Nonnenhorn. Der historisch belegte Pilgerweg, der schon im Mittelalter häufig begangen wurde, führt entlang zahlreicher Kapellen und Kirchen durch wunderschöne süddeutsche Landschaften. Er ist mit Schildern und Kennzeichnungen in Form einer gelben Jakobsmuschel auf weißem Grund gekennzeichnet. Allgäu-Urlauber in Wiggensbach können ihn bei einer seiner Etappen, die von Wiggensbach nach Buchenberg führt, kennenlernen. Pilger, die den ganzen Weg zurücklegen möchten, erhalten in den Kirchen am Wegesrand Stempel für ihren Pilgerausweis.

Für die hier vorgestellte Etappe zum Hineinschnuppern in den Bayerisch-Schwäbischen Jakobusweg, die von Wiggensbach nach Buchenberg führt, sollte man etwa 75 Minuten einrechnen, hin und zurück entsprechend das Doppelte. Startpunkt ist die im späten Mittelalter erbaute Pfarrkirche St. Pankratius in Wiggensbach, deren Fresken und Stuckmarmoraltäre überaus sehenswert sind. Auf dem Rad- und Fußweg entlang der Sonnenstraße, die aus Wiggensbach hinausführt, geht es über Wendelins und Unterried, vorbei an saftig-grünen Wiesen, bis zur gotischen Kirche nach Ermengerst, die im 15. Jahrhundert gebaut wurde und deren Kirchenpatron Johannes der Täufer ist. Sehenswert ist das Altarbild, das den Hl. Rochus zeigt, der als Jakobuspilger dargestellt ist. Auch das kunstvolle Deckengemälde und die schönen Fresken seitlich des Altars werden Kirchenliebhabern gefallen.

Von der Kirche in Ermengerst geht es auf der Römerstraße ca. hundert Meter geradeaus weiter bis rechts ein Fußweg abzweigt, der auf einer ehemaligen Bahntrasse verläuft. Die Wanderer passieren eine Jakobus-Informationstafel, durchschreiten einen Wald und kommen an Lokalen vorbei, die zur gemütlichen Einkehr und Stärkung bei Speis und Trank einladen. Nach einigen Kilometern gelangen die Wanderfreunde zum ehemaligen Bahnhof von Buchenberg, bei dem sie links in die Ortsstraße abbiegen. Beim Gasthaus Adler geht es nochmal nach links, um zur Pfarrkirche St. Magnus zu gelangen, die Ende des 18. Jahrhunderts errichtet und im Louis-Seize-Stil (Frühklassizismus) ausgestattet wurde, der das Barock ablöste. Ihr spätgotischer Turm stammt noch von der alten Pfarrkirche, aus der das Gotteshaus hervorgegangen ist, das einen ruhigen und würdevollen Gesamteindruck vermittelt. Über dem Chorbogen im Hauptschiff ist das Prunkwappen des Bauherrn Fürstabt Rupert von Neuenstein zu sehen, ansonsten wurde die Kirche vornehm zurückhaltend dekoriert. Sie stellt einen Ort des Friedens und der Besinnung dar, der sich hervorragend eignet, um zur Ruhe zu kommen und nach der Wanderung ein bisschen in sich zu gehen.

Für alle Wanderfreunde und Kirchenliebhaber lohnt es sich, den Bayerisch-Schwäbischen Jakobusweg beim Urlaub in Wiggensbach kennenzulernen. Er führt hier im Oberallgäu durch eine besonders idyllische Landschaft und entlang von sehenswerten kleinen Kirchen.

 

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