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Wandern

Wandern rund um Wiggensbach

Die Teufelsküche bei Obergünzburg

Die Teufelsküche bei Obergünzburg, die zu den schönsten Geotopen Bayerns gehört, ist vom Allgäuer Erholungsort Wiggensbach nur rund 20 Kilometer entfernt. Die aus riesigen Felsblöcken bestehende Naturschönheit lässt sich bei einem gemütlichen etwa anderthalbstündigen Spaziergang kennenlernen, welcher der ganzen Familie interessante Eindrücke und Spaß verspricht.

Bizarre haushohe Felsformationen, welche nach der letzten Eiszeit vor rund 10000 Jahren aus der Steilwand des Tales herausgebrochen und anschließend den Hang hinunter gerutscht sind, zeichnen die Teufelsküche bei Obergünzburg aus, die ein einzigartiges Naturhighlight ist und zu den schönsten Geotopen in ganz Bayern gehört. Die riesigen Felsblöcke stehen willkürlich in der Gegend verteilt und mit etwas Phantasie wirkt das Ganze so, als habe der Teufel sie in einem überdimensionalen Kochtopf verrührt, der dann explodiert ist. Daher erklärt sich der Name dieses reizvollen Ausflugsziels, das zwischen Obergünzburg und Ronsberg an der Staatsstraße 2012 liegt. Auf dem Parkplatz hier steht ein großes Mühlrad aus Holz, das auf die Schlossmühle Liebenthann hinweist, die sich in unmittelbarer Nähe befindet. Ein Spaziergang durch die Teufelsküche hält abwechslungsreiche Landschaftsimpressionen bereit und ist für die ganze Familie eine lohnenswerte Unternehmung. Die Kleinen können hier wunderbar in der freien Natur klettern, spielen und sich nach Herzenslust austoben.

Vom Parkplatz zweigt ein Waldweg ab, auf dem die Spaziergänger in rund 15 Minuten in die Teufelsküche gelangen. Inmitten einer malerischen Naturlandschaft liegen die haushohen Felsbrocken hier verteilt. Auf manchen von ihnen wachsen Bäume, andere sind von Gängen und kleinen Höhlen durchzogen. Die genauen geologischen Hintergründe, die zur Entstehung dieses Naturphänomens führten, werden auf Hinweistafeln am Wegesrand erklärt. Die riesigen Felswände erzeugen eine besondere Atmosphäre, die dazugeführt hat, dass sich um diesen außergewöhnlichen Ort zahlreiche Mythen und Sagen erzählt werden. Eine der bekanntesten Legenden berichtet davon, dass in der Teufelsküche vor etlichen hundert Jahren eine kleine Familie lebte, deren Nahrung aus gesammelten Pflanzen und erlegten Tieren bestand, welche in der Felsenküche zubereitet wurden. Eines Tages verzerrte die Familie blaue Kirschen und vergiftete sich; kurz bevor der Mann starb, verfluchte er den Ort.

Nachdem die Spaziergänger die imposantesten Gesteinsformationen hinter sich gelassen haben, marschieren sie in leichtem Auf und Ab durch den Wald Richtung Ronsberg. Unterwegs passieren sie Trollblumenwiesen, kleine Bäche und einige Feuchtbiotope, die Amphibien als Lebensraum dienen. In Ronsberg folgen sie einige hundert Meter der Hauptstraße bis in die Ortsmitte, überqueren die Günz auf einer kleinen Brücke und wandern linker Hand, vorbei an freien Feldern, wieder zum Ausgangspunkt der Tour zurück. Nach dem Spaziergang empfiehlt sich noch ein Besuch der denkmalgeschützten Schloßmühle Liebenthann, die 1698 erbaut wurde und die noch heute weitestgehend in ihrer barocken Originalfassung erhalten ist. Ein Rundgang durch die Mühle ist wirklich lohnenswert, anschließend lädt eine historische Gaststube mitsamt Biergarten hier zur gemütlichen Einkehr ein. Bei der einen oder anderen Allgäuer Köstlichkeit und einem Gläschen Bier neigt sich ein schöner Ausflug dem Ende entgegen.

Naturliebhaber, Erholungssuchende und Familien sollten die Teufelsküche bei einem Urlaub in Wiggensbach unbedingt kennenlernen. Abwechslungsreiche Eindrücke inmitten einer ganz besonderen Landschaft versprechen hier gelungene Urlaubsstunden, an die man sich noch lange gerne zurückerinnern wird.

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